10 Umweltschutztipps aus meinem Alltag

Wie ich schon in meinem ersten Blogbeitrag geschrieben habe, will ich MICH mit diesem Blog keinesfalls als „Paradebeispiel“ darstellen. Ich weiß, dass in meinem Alltag, in meinen Verhaltensweisen, in meinen Gewohnheiten noch ein großes, sagen wir mal „Optimierungspotential“ steckt. Daher ja auch dieser Blog – denn wenn man sich Gedanken macht und sich sein Verhalten vor Auge führt, ist man schon einen Schritt in die richtige Richtung gegangen.

Hier sind 10 Dinge, die ich bereits umsetze, um unsere Umwelt zu schonen. Diese lassen sich wirklich ganz leicht in den Alltag integrieren und geben dir vielleicht auch den ein oder anderen neuen Impuls:

1. Regional, saisonal und bio
Bei Obst und Gemüse kaufe ich (fast) nur regionale Produkte. Ja, das beschränkt die Auswahl natürlich auch auf Sorten, die gerade Saison haben, aber das stört mich nicht. Und wenn wir ehrlich sind: wenn man Erdbeeren, Tomaten und Co. im Winter kauft, schmecken diese meist ohnehin nach nichts.
Aber auch bei anderen Produkten wie zum Beispiel Getreide, Soja etc. achte ich darauf, wo das Produkt hergestellt wurde.
Bei allen Lebensmitteln achte ich darauf die Bio-Version zu wählen, da die biologische Landwirtschaft einfach die nachhaltigste Landwirtschaftsform ist und unser Klima und unsere Umwelt vor Zerstörung schützt.

2. Klopapier aus Altpapier
Hast du dir schon mal Gedanken darüber gemacht, dass für dein Toilettenpapier, mit dem du nichts anderes tust als dir den Allerwertesten zu wischen, Bäume abgeholzt werden? Dabei kann Klopapier aus Altpapier hergestellt werden und ich berichte aus eigener Erfahrung: es kratzt nicht, es wischt nicht schlechter, es reist nicht. Eine einfache Änderung, die dir gar nicht auffallen wird und einen großen Unterschied für die Umwelt macht!

3. Mülltrennung
Man möchte meinen, dass dieser Punkt – zumindest in Österreich – nicht extra erwähnt werden muss. Aber leider sind wir Menschen faul geworden. Besonders in Großstädten beobachtet man immer öfter, dass die Restmülltonnen bis zum Anschlag voll sind, weil es ja so viel einfacher ist, jeglichen anfallenden Abfall in einen großen Sack zu stecken und diesen zu entsorgen anstatt sich die „Mühe“ zu machen, nach Papier, Plastik, Bio, Glas,… zu sortieren. Weit haben wir’s gebracht..

4. (Plastik-)Verpackung vermeiden
Beim Einkauf achte ich auch darauf, wie die Produkte verpackt sind. Wenn es eine umweltfreudlichere Verpackungsalternative gibt, wähle ich diese. Und am liebsten kaufe ich natürlich ganz unverpackte Ware!

5. Ich esse kein Fleisch und nur wenige Milchprodukte
Der vermutlich unpopulärste Punkt auf meiner Liste, aber der Konsum von Fleisch und anderen Tierprodukten ist ein Umweltfaktor. Ins Detail darüber werde ich in einem eigenen Blogbeitrag gehen, aber wer mehr über das Thema erfahren will, dem sei die Doku „Cowspiracy“ (zb auf Netflix verfügbar) empfohlen.

6. Mein Einkaufssackerl gehört zu mir..
Immer dabei, immer griffbereit: mein Einkaufssackerl. Egal ob ich Lebensmittel, Gewand oder Haushaltsartikel einkaufe: zu Plastiksackerln sage ich nein danke und habe stattdessen immer eine Einkaufstasche dabei, die ich ganz oft verwenden kann. Denn wusstest du, dass 89% dieser Plastiktüten nur ein einziges Mal verwendet werden und dann im Müll landen? Zum Glück hat hier bereits ein Umdenken in der Gesellschaft begonnen und die EU hat die kostenlose Ausgabe von Plastiksackerln mit Ende 2018 verboten.

7. ..genauso wie meine Trinkflasche
Auch Plastikflaschen haben ein ähnlich kurzes Leben wie ihre Sackerl-Kollegen. Deswegen habe ich, wenn ich weiß, dass ich länger unterwegs sein werde und unterwegs Durst bekommen könnte, eine wiederbefüllbare Trinkflasche dabei. Wasser in Plastikflaschen zu kaufen ist einfach unnötig (in Ländern wie Österreich, wo das Leitungswasser Trinkwasserqualität hat!) und trägt extrem zur Verschmutzung unserer Umwelt bei.

8. Weniger Konsum
Sowohl im Lebensmittel bereich, als auch bei Kleidung, Schuhen, Kosmetika etc. habe ich über mein Konsumverhalten nachgedacht und dieses deutlich eingeschränkt. Ich kaufe, was ich brauche. Aber bei reinen Luxusgütern, bei denen früher der einzige ausschlaggebende Punkt war, ob es mir gefällt (wie etwa das 25ten schwarzen T-Shirt), wäge ich heute wirklich ab, ob ich das Teil brauche. Oft realisiere ich dabei, dass ich aus einem reinen Impuls handeln wollte und auf dieses Stück gut verzichten kann.

Ebenfalls empfehlenswert: Dinge 2nd hand, also gebraucht kaufen. Eine österreichische Studie hat vor kurzem ergeben, dass der Gesamtnutzen der Gebraucht-Waren-Plattform willhaben.at 200.000 Tonnen CO2 jährlich spart. Kauf und Verkauf von gebrauchten Dingen retten so umgerechnet 15 Millionen Bäume!

Wer mehr über dieses Thema erfahren will, dem kann ich auch den Blog meiner lieben Kollegin Anja empfehlen: auf www.warumned.at dreht sich alles um die Themen Second Hand & Upcycling.

9. Staubsauger ohne Beutel
Spart Geld (weil man keine Beutel nachkaufen muss) und ist umweltfreundlicher, da so kein zusätzlicher Müll durch den Beutel an sich verursacht wird.

10. Putz- und Waschmittel mit Österreichischem Umweltzeichen und/oder ECO Label
Beim Einkaufen lange die Etiketten zu studieren und jeden Inhaltsstoff zu checken, ist anstrengend und aufwendig. Zertifikate, wie zum Beispiel das Österreichische Umweltzeichen, erleichtern die Entscheidung im Geschäft. Das Label ist meist gut sichtbar und zum Beispiel bei Waschmittel garantiert es, dass dieses Produkt keine Phosphate, Perborate, reaktive Chlorverbindungen und Moschusverbindungen enthält. Auch alle anderen gefährlichen Stoffe, insbesondere Substanzen, die Wasserorganismen gefährden, sind verboten oder auf ein Minimum beschränkt.

So, das waren 10 Umweltschutztipps, die sich sehr leicht umsetzen lassen.
Setzt du die meisten davon bereits um? Oder war für dich auch was ganz neues dabei? Und welche Verhaltensweisen hast du in deinem Alltag konkret geändert um die Umwelt zu schützen? Ich würde mich freuen, wenn du es mich in einem Kommentar wissen lässt!

Foto: Anda Ambrosini

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